Die Stabil im Kopf Trainer:innen Akademie 2026/27 in Wien – Gemeinsames Lernen, Wachsen & Wirken

Nach monatelanger Planung war es am 11. und 12. September endlich so weit. Zwei Tage voller Austausch, Wissen, Praxis und ganz viel positiver Energie: in der Trainer:innen Akademie 2026/27 von Stabil im Kopf. Im Mittelpunkt standen neben fachlichen Grundlagen, didaktische und methodische Kompetenzen sowie die Qualitätssicherung unserer Workshops.

Onboarding neuer Trainer:innen – mehr als eine Fortbildung

Die Trainer:innen Akademie ist ein wichtiger Bestandteil des Onboardings neuer Trainer:innen bei Stabil im Kopf. Aber auch Trainer:innen, die bereits aktiv für uns in Schulen gehen, können dabei sein, um ihr Wissen aufzufrischen und neue Ideen zu bekommen. Die Akademie schafft die Grundlage dafür, dass alle Trainer:innen gut auf ihre Aufgabe vorbereitet sind und Workshops in ganz Österreich fachlich fundiert, methodisch abwechslungsreich und nach einheitlichen Qualitätsstandards durchführen können.

Dabei verfolgt die Akademie mehrere Ziele:

  • Vermittlung fachlicher Grundlagen
  • Vermittlung didaktischer und methodischer Kompetenzen
  • Qualitätssicherung für Workshops an Schulen und Bildungseinrichtungen
  • Inklusion und Kommunikation
  • Kennenlernen und Community

Denn gute Workshoparbeit braucht beides: ein gemeinsames Fundament und Raum für die individuellen Erfahrungen, Stärken und Perspektiven der Trainer:innen.

Kein Workshopkonzept funktioniert komplett starr. Gerade durch dass unsere vielfältigen Trainer:innen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven, die Workshops so gestalten können, wie es zu ihnen passt, sorgt Stabil im Kopf dafür, für jede Klasse ein passendes, individuelles Erlebnis zu schaffen.

Workshopleitung teilen Ziele und Visionen

Den Auftakt der Akademie bildete ein Blick auf den Verein Stabil im Kopf selbst: Woher kommen wir, wofür stehen wir und wohin wollen wir? Geschichte, Werte, Ziele und Vision der Organisation waren dabei genauso Thema wie die Frage, was es bedeutet, Teil von Stabil im Kopf zu sein.

Intensiv wurde sich außerdem mit der Rolle einer Workshopleitung und den Anforderungen, die damit verbunden sind, beschäftigt. Denn eine Workshopleitung vermittelt nicht einfach Inhalte. Sie schafft einen Raum, in dem Kinder und Jugendliche sich sicher fühlen, ausprobieren, Fragen stellen, über Gefühle sprechen und neue Perspektiven kennenlernen können.

Ein zentraler Bestandteil war dabei auch das Kinder- und Jugendschutzkonzept von Stabil im Kopf. Denn die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen stehen bei der Arbeit an erster Stelle.

Von Entwicklungsstufen bis Classroom Management

Kinder und Jugendliche sind keine homogene Gruppe. Was für eine Volksschulklasse funktioniert, muss und kann bei Jugendlichen nicht automatisch funktionieren. Deshalb gab es einen Vortrag zu Entwicklungsstufen von Kindern und Jugendlichen und damit, wie Workshops altersgerecht gestaltet werden können.

Dabei ging es auch ganz praktisch um Classroom Management: Wie gelingt es, eine Gruppe zu führen? Wie schafft man Aufmerksamkeit und Beteiligung? Was können Trainer:innen tun, wenn Unruhe entsteht? Und wie kann gleichzeitig eine wertschätzende Atmosphäre bewahrt werden?

Ein weiterer Schwerpunkt war der SkillsBuilder für Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Als offizielle Partner von SkillsBuilder haben wir aufgezeigt, wie deren Konzept soziale und persönliche Kompetenzen gezielt aufgegriffen, vermittelt und in Übungen erlebbar machen kann.

Inklusive und verständliche Vermittlung

Auch die Einfache Sprache spielte eine entscheidende Rolle. Ein Thema kann noch so wichtig sein – wenn es zu kompliziert erklärt wird, kommt es bei den Kindern und Jugendlichen nicht an. Deshalb ging es darum, Inhalte verständlich, klar und zugänglich zu vermitteln. Gleichzeitig war Differenzierung nach Altersstufen ein Thema: Wie kann ein und dasselbe Thema für unterschiedliche Altersgruppen aufbereitet werden? Und wie können Trainer:innen dabei Inklusion und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen?

Mit dem 4-MAT-Modell lernten die Trainer:innen außerdem ein Modell kennen, das bei der Konzeption und Umsetzung von Workshops unterstützt und unterschiedliche Arten des Lernens berücksichtigt.

Stabily: digitale Unterstützung für Konfliktsituationen

Natürlich durfte auch ein Blick auf die digitalen Entwicklungen nicht fehlen: Stabily, der digitale Konfliktcoach von Stabil im Kopf. Ein Tool zum reflektieren, lösen und vorbeugen von Konflikten, das wir für Lehrkräfte entwickelt haben.

Gemeinsam wurde beleuchtet und ausprobiert, wie Stabily eingesetzt werden kann und welche Möglichkeiten sich daraus für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ergeben. Dabei wurde deutlich: Digitale Tools können pädagogische Arbeit sinnvoll ergänzen – vor allem dann, wenn sie dort ansetzen, wo Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen.

Energie, psychische Gesundheit und positive Psychologie

Bei all dem Wissen und den Methoden durfte ein Thema nicht fehlen: Die Community, wir selbst.

Denn wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, bringt immer auch die eigene Energie mit in den Raum. Deshalb beschäftigten wir uns mit unseren Energieressourcen und der Frage: Was gibt mir Energie? Was kostet mich Energie? Und wie kann ich gut auf mich selbst achten?

Das haben wir natürlich auch auf die Workshops angewendet: mit den Themen Positive Psychologie und das PERMA-Modell sowie das ABC der psychosozialen Gesundheit. Dabei stand die Frage im Mittelpunkt, was Menschen stärkt, welche Ressourcen sie haben und wie psychosoziale Gesundheit im Alltag gefördert werden kann.

One Piece & ganz viel Praxis

Besonders kreativ wurde es bei der Auseinandersetzung mit One Piece und der Kraft von Manga bei Workshops mit Jugendlichen. Geschichten, Figuren und Bilder können einen ganz eigenen Zugang zu Themen schaffen und Jugendlichen ermöglichen, über sich selbst, Beziehungen und Herausforderungen zu sprechen.

Und natürlich wurde nicht nur geredet: Die Trainer:innen probierten zahlreiche pädagogisch sinnvoll einsetzbare Übungen selbst aus. Denn eine Übung wirklich zu erleben, ist oft die beste Vorbereitung darauf, sie später selbst anzuleiten.

Zwei Tage, die verbinden

Die Trainer:innen Akademie 2026/27 war damit weit mehr als eine Fortbildung. Sie war ein Raum für Austausch, gemeinsames Lernen und Vernetzung.

16 Trainer:innen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven kamen zusammen, brachten ihr Wissen ein, stellten Fragen, diskutierten, probierten aus und entwickelten gemeinsam Ideen weiter. Ergänzt wurde die Gruppe durch die Teammitglieder von Stabil im Kopf, die durch die zwei Tage führten und ihre Perspektiven und Erfahrungen teilten.

Dabei ging es nicht nur darum, wie wir Workshops durchführen, sondern auch darum, warum wir sie durchführen: um Kindern und Jugendlichen Wissen, Fähigkeiten und Werkzeuge mitzugeben, die sie in ihrem Alltag stärken können.

Am Ende standen deshalb nicht nur viele neue Methoden und Modelle auf der Liste, sondern vor allem ein gemeinsames Verständnis davon, was gute Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ausmacht.

Wir nehmen aus der Akademie viel Inspiration, neue Ideen und jede Menge Energie mit – und freuen uns darauf, all das in unsere Workshops zu tragen. Danke an alle 16 Trainerinnen für eure Offenheit, eure Fragen, eure Erfahrungen und euren Einsatz. Schön, dass ihr Teil von Stabil im Kopf seid! Auf viele weitere gemeinsame Workshops, Begegnungen und Momente, in denen wir Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, STABIL IM KOPF zu bleiben.

So geht es weiter

Die zwei Tage in Wien waren dabei nur ein Teil des gesamten Ausbildungs- und Begleitkonzepts. Die Trainer:innen werden auch durch virtuelle Termine und Weiterbildungen von uns unterstützt. Regelmäßige Community Treffen dienen dazu, dass wir als Team funktionieren und alle regelmäßig die Chance bekommen, neuen Input und Best Practice Beispiele auszutauschen, aber auch dazu, sich gegenseitig zu unterstützen. Dazu kommen Hospitationen, bei denen neue Trainer:innen erfahrene Kolleg:innen in Workshops begleiten und die praktische Umsetzung unmittelbar erleben können.

So entsteht nicht nur Wissen, sondern Schritt für Schritt Sicherheit in der Rolle als Workshopleiter:in – und gleichzeitig eine Community, die voneinander lernt und sich gegenseitig unterstützt.