Praktikum Bei Stabil im Kopf: Was heißt das eigentlich?

von Katharina Poppinger

Die kurze Antwort: Eine bunte
Mischung aus wissenschaftlicher Arbeit, Workshops, Organisation und neuen Ideen.

Mein Name ist Katharina und von März bis August 2026 durfte ich als erste Praktikantin Stabil
im Kopf unterstützen. Ein großer Teil meines Praktikums bestand darin, die Workshops von
Stabil im Kopf nicht nur kennenzulernen, sondern auch selbst mitzugestalten und
durchzuführen. Bevor ich meinen ersten Workshop selbst übernahm, durfte ich zunächst bei
zwei Workshops hospitieren. Beim zweiten Workshop konnte ich bereits einen Teil selbst
übernehmen. So bekam ich die Möglichkeit, Schritt für Schritt in die Rolle als Stabil-im-Kopf-Trainerin hineinzuwachsen und gleichzeitig zu erleben, wie unterschiedlich Klassen und
Gruppen auf die verschiedenen Methoden reagieren.

Zu einem Workshop gehört aber natürlich mehr als die Zeit, in der man tatsächlich und direkt
mit den jungen Menschen arbeitet. Vorab heißt es: Konzept lesen, Inhalte und Methoden
kennenlernen, Flipcharts vorbereiten, Arbeitsblätter ausdrucken
und überlegen, ob die Inhalte
für die jeweilige Altersgruppe, Klasse und konkrete Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen passen. Bestenfalls tauscht man sich mit anderen Trainer:innen aus: Was funktioniert
besonders gut? Wo braucht eine Klasse vielleicht mehr Zeit? Welche Methode sollte man
lieber etwas anders erklären?

Parallel dazu durfte ich an einem größeren Projekt zur Wirkungsmessung arbeiten. Dabei ging
es um die Frage: Welche Kompetenzen trainieren unsere Stabil-im-Kopf-Workshops konkret?
Ich setzte mich mit wissenschaftlicher Literatur auseinander, führte Interviews mit
Trainer:innen und analysierte bestehende Workshopkonzepte. Daraus entwickelte sich die bestehende Idee weiter, die Wirkung der Workshops stärker über konkrete SkillsBuilder-Kompetenzen und
beobachtbares Verhalten sichtbar zu machen. Das SkillsBuilder-Framework bietet eine
gemeinsame Sprache, um überfachliche Kompetenzen wie Teamwork oder den Umgang mit
Veränderungen systematisch zu beschreiben. Ich habe untersucht, welche Skills in den
verschiedenen Workshops bereits trainiert werden und wie diese noch sichtbarer gemacht
werden können. Daraus entstanden beispielsweise Beobachtungsbögen für Trainer:innen
während des Workshops. Wichtig war dabei immer: Die Wirkungsmessung soll
wissenschaftlich sinnvoll sein und gleichzeitig so unkompliziert bleiben, dass sie auch im
echten Bildungsalltag funktioniert.

Neben diesen Projekten gab es auch Raum für Weiterbildung und Vernetzung. Ich nahm an
verschiedenen SkillsBuilder-Veranstaltungen teil und bereitete einen
entwicklungspsychologischen Input für die Trainer:innen Akademie im September 2026 vor. Dabei konnte ich Inhalte aus meinem Psychologiestudium an der Universität Wien mit der praktischen Arbeit bei Stabil im Kopf verbinden. Besonders spannend war für mich, dass ich als erste Praktikantin viel selbstständig arbeiten und eigene Ideen einbringen konnte. Mein Praktikum bestand dadurch nicht nur darin, bestehende Aufgaben abzuarbeiten. Ich konnte auch mitüberlegen, welche Projekte und Prozesse für zukünftige Praktikant:innen sinnvoll sein
könnten.

Was macht also ein/e Praktikant:in bei Stabil im Kopf? Workshops vorbereiten und
durchführen, Recherche, Wirkung messen, Skills zuordnen, Materialien
(weiter-) entwickeln, Feedback einholen, Veranstaltungen besuchen, Ideen ausprobieren und
dabei immer wieder die Frage stellen:

Wie können wir Kindern und Jugendlichen möglichst
wirksam dabei helfen, stabile Beziehungen zu sich selbst und zu anderen aufzubauen und ihre
psychische Gesundheit nachhaltig zu stärken?

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