Summer City Camps 2026

Gefühle entdecken und erleben mit Stabil im Kopf

Diesen Sommer fanden in Wien wieder die Summer City Camps statt. Eine freizeitpädagogische Betreuung die über die gesamten sommerferien für alle Kinder zwischen 6 und 14 jahren kostengünstig verfügbar ist. Auch wir waren wiedermit Workshops dabei und luden Kinder dazu ein, ihre Gefühle spielerisch zu entdecken, besser zu verstehen und auszudrücken.

Insgesamt fanden in drei Sommerferienwochen an drei Standorten 14 Workshops für bis zu 300 Kinder statt. Dabei haben wir zwei unterschiedliche Workshop-Konzepte entwickelt, die auf das Alter der Kinder abgestimmt sind: eines für jüngere Kinder bzw. gemischte Gruppen und eines für etwas ältere Kinder ab der 3. Schulstufe.

Sechs Gefühle, viele Ausdrucksformen

Im Mittelpunkt aller Workshops standen sechs Gefühle: Freude, Wut, Trauer, Angst, Überraschung und Langeweile. Dabei orientierten wir uns an den Basisemotionen, inklusive dem Gefühl der Langeweile, was viele Kinder und Jugendliche vor allem während der neun Wochen Sommerferien kennen. 

Die Kinder lernten, die Gefühle zu benennen und zu erkennen: Wie sieht Freude aus? Woran können wir Wut erkennen? Wie verändert sich unsere Körperhaltung und Mimik, wenn wir traurig oder überrascht sind?

Dabei ging es nicht nur ums Reden. Spielerische Übungen, Bewegung und unterschiedliche Ausdrucksformen halfen den Kindern, die Gefühle unmittelbar zu erleben und bei sich und anderen wahrzunehmen.

Ein wichtiger Grundsatz begleitete uns dabei:
Gefühle sind individuell. Es gibt kein Richtig oder Falsch.
Was bei einem Kind Freude auslöst, kann bei einem anderen ganz anders wirken. Und auch Gefühle wie Wut, Angst oder Trauer dürfen da sein.

Gefühle verstehen und mit ihnen umgehen

Die jüngeren Kinder beschäftigten sich intensiver mit Freude, Wut, Trauer und Angst. Sie überlegten und gestalteten, welche Situationen diese Gefühle bei ihnen auslösen. In einem geschützten Rahmen konnten sie ihre Gedanken mit der Gruppe teilen und gemeinsam reflektieren.

Außerdem lernten die Kinder spielerische Strategien kennen, die dabei helfen können, mit besonders intensiven Gefühlen umzugehen und wieder zur Ruhe zu kommen. So wurde emotionale Selbstwahrnehmung ganz praktisch erlebbar.

Für die älteren Kinder stand in der zweiten Einheit das Gefühl der Wut im Mittelpunkt. Gemeinsam gingen wir der Frage nach: Woher kommt Wut eigentlich? Wie fühlt sie sich im Körper an? Und was kann mir helfen, wenn die Wut sehr groß wird?

Alle Kinder entwickelten zum Abschluss ihre ganz persönliche „Erste Hilfe bei Wut“ – als kleine Erinnerung daran, welche Strategien im eigenen Alltag helfen können, wieder runterzukommen.

Lernen, was in einem selbst passiert

Unsere Workshops bei den Summer City Camps verbinden Wissensvermittlung mit Bewegung, Kreativität und Spiel. Denn emotionale Kompetenzen entstehen nicht nur durch Erklären, sondern vor allem dadurch, dass Kinder selbst ausprobieren, beobachten, benennen und reflektieren können.

Ob Freude, Wut, Trauer, Angst, Überraschung oder Langeweile:
Alle Gefühle gehören dazu.

Je früher Kinder lernen, sie wahrzunehmen und auszudrücken, desto besser können sie verstehen, was in ihnen selbst und in anderen vorgeht. So verfolgen wir auch unser Ziel, Psychoedukation für möglichst viele Kinder und Jugendliche zugänglich und erlebbar zu machen.

Wir freuen uns, im nächsten Sommer wieder bei den Summer City Camps in Wien dabei zu sein und gemeinsam mit den Kindern auf Gefühlsreise zu gehen!

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